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LUDWIG SCHAFFRATH

Foto: Kiki Bragard

 

 

 

„Ich male die Kunst, die ich mir kaufen

 

würde, wenn ich nicht malen könnte“

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein Zitat von Ludwig Schaffrath, deutscher Bildhauer, Maler (insbesondere Glasmalerei) Professor und Hochschullehrer, der 1924 in Alsdorf geboren wurde. Seine Mutter war Hausfrau und Schneiderin. Die Schnittmusterbögen und Stoffe der Mutter interessierten ihn besonders und beeinflussten seine späteren Arbeiten.

 

Schaffrath erlernte von 1938-1941 den Beruf des Elektro-Installateurs in Alsdorf. Prägend für seine späteren Arbeiten: Die bündelweise parallel verlaufenden Kabelstränge, die er auf dem Zechengelände in den Kabelschächten verlegen musste. 1941 zog Schaffrath bei der Luftwaffe in den Krieg an die Front in Nordfinnland. (Dieser Zeit hat er 3 Fenster aus der Serie „Schwanengesang“ gewidmet). Der Rückweg in die Heimat führte ihn nach Lüdinghausen, wo er von der Schlüterschule für christl. Kunst in Nienborg-Heek erfuhr. Dort wurde er zum September 1946 aufgenommen.

 

1947 bekam er an der RWTH Aachen eine Assistentenstelle am Lehrstuhl für Freihandzeichnen und Aquarellieren in der Abteilung für Architektur. Im Herbst 1954 entschied er sich zur freiberuflichen Tätigkeit. Seit Mitte der 50er Jahre experimentierte er mit Glas. Er fertigte eine Glasskulptur für die Weltausstellung 1958 in Brüssel, malte auf Glas und Plexiglas. Er zertrümmerte Glas und arbeitete mit geätzten und geschliffenen Gläsern. Betonverglasung und Verbundglasverfahren kamen Ende der 50er Jahre hinzu. Im Jahr 1999 wurde Schaffrath der „Lifetime Achieve Award“ der International Glass Art Society verliehen und er erhielt die Ehrenbürgerschaft und den Ehrenring der Stadt Alsdorf.

 

Ludwig Schaffrath war ein Meister, wenn es darum ging, Glas, Farbe und Linie zum Bild zu verdichten. Er war einer der bedeutendsten deutschen Bildhauer, Maler und Hochschullehrer. 2004 nahm er den erstmals ausgelobten Preis für Monumentalkunst in Japan entgegen. Seit 2004 arbeitete er neben Auftragsarbeiten an seinem „Schwanengesang“. Bis zu seinem Tod entstanden 30 autonome Glasstelen, jeweils 250 x 100 cm groß! Sie stellen eine Hommage an Menschen, Landschaften und Begebenheiten dar, die sein künstlerisches Leben beeinflusst haben.

 

Gelehrt hat Schaffrath in den USA, Großbritannien, Japan, Australien, Neuseeland und Skandinavien.  Er lehrte Flachglasgestaltung wo bis dahin nur Hohlglasgestaltung bekannt war. Seine Werke begegnen einem überall. In öffentlichen Gebäuden, in deutschen Kirchen und in japanischen Bahnhöfen. Zum Beispiel im Aachener Dom, im Würzburger Dom, Ulmer Münster, St. Michael in Schweinfurt, St. Marien in Bad Zwischenahn, im Deutschen Glasmalerei-Museums in Linnich, in der Bischöflichen Akademie Aachen, im Bahnhof von Omiya in Japan und an endlos vielen weiteren Orten.

 

Festgefügte Materialität und freies Spiel des Lichts,  in der sich die Gegenständlichkeit des Glases mit der Ungreifbarkeit des Lichts verbindet, macht die Begegnung mit Schaffraths Kunst zu einem ungeheuer spannenden Erlebnis! „Natürlich bin ich als junger Künstler angetreten, mit meiner Kunst in der Welt etwas ändern zu wollen. Von Jahr zu Jahr musste ich feststellen, man kann mit Kunst fast nichts erreichen. Aber mir genügt es heute, schöne Räume zu gestalten, damit Menschen sich dieser lauten Welt entziehen können, wo sie miteinander reden oder beten können. Das ist vielleicht das Einzige, was Kunst vermag, deshalb ist meine Kunst immer raumbezogen, auf den Menschen bezogen“, sagte Schaffrath.


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